30 September 2008

Quelle: pressetext

Umstrukturierungen auch im Management vorgesehen

München (pte/29.09.2008/06:00) - Beim Online-Auktionshaus eBay stehen zum ersten Mal in der Geschichte des erfolgreichen Unternehmens größere Einsparungen bevor. Die weltweit agierende Online-Auktionsplattform will weltweit jede zehnte Stelle streichen, schreibt Focus mit Berufung auf informierte Kreise. Von den 15.000 Mitarbeitern müssten demnach 1.500 gehen. eBay Deutschland ist ebenfalls von Kündigungen betroffen. Neben Entlassungen soll es aber auch grundlegende Änderungen in der Organisationsstruktur des Unternehmens geben. Offiziell sind die Sparpläne bisher nicht bekannt gegeben worden.

Der Anlass für diesen Einschnitt sind die Online-Auktionen, eBays Kerngeschäft, die schon seit längerem die Erwartungen der Unternehmensleitung nicht mehr erfüllen. Wie viele Kündigungen es in der deutschen Niederlassung geben wird, wollte der Vorsitzende der Geschäftsführung in Deutschland, Stefan Groß-Selbeck, noch nicht bekannt geben. Um ihren Job fürchten müssen sich vor allem Angestellte in den oberen Etagen der Verwaltung. Das Kundenservice soll hingegen vollständig verschont bleiben, berichtet ein Verantwortlicher des Unternehmens.

Mit der weltweiten Kündigungswelle geht auch eine Umstrukturierung des Konzern-Managements einher. Bisher hatten die verschiedenen nationalen Niederlassungen weitgehende Autonomie bei ihren Entscheidungen. Die Zentrale in San Jose hat sich kaum eingemischt. Das könnte sich laut Focus nun bald ändern. In Zukunft sollen wichtige Bereiche, wie beispielsweise das Marketing in allen Unternehmensstandorten, zentral aus den USA gesteuert werden. Für dieses Umdenken waren aber wohl kaum die Geschäfte in Deutschland verantwortlich. Kein anderer eBay-Standort ist so profitabel wie jener in Deutschland, zeigen interne Analysen.

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