In Australien verzögert sich die Einführung von PayPal. Das Auktionshaus hatte Pläne bekannt gegeben, dass ab Dienstag, den 17. Juni neben der Barzahlung von Artikeln nur mehr die Überweisung via PayPal erlaubt sein soll. Australien Competition and Consumer Commission ( ACCC ) empfiehlt, den PayPal Zwang noch einmal zu überdenken.
eBay Australien hat reagiert und den PayPal Zwang auf Mitte Juli verschoben. Bankinstitute begründeten, dass derer Gebühren deutlich niedriger seien und somit die negative Grundstimmung hervorrufe. Auch Käufer sprachen sich gegen eine Einführung aus.
eBay begründete den Schritt mit der Verbesserung des Betrugsschutzes von eBay-Käufern. Als Argument wird der Käuferschutz angeführt, mit dem Zahlungen über den eBay-eigenen Dienst bis zu einem Wert von 20.000 Australischen Dollar (12.162 Euro) abgesichert sind. Die Wettbewerbsbehörde erkennt zwar an, dass die PayPal-Nutzung für die Verbraucher mit einigen Vorteilen verbunden ist, hält aber gleichzeitig fest, dass User selbst am besten wissen, welche Zahlungsvariante am ehesten zu ihrer Transaktion passen würde.eBay will dennoch an der PayPal-Pflicht festhalten.
Kritiker sind der Überzeugung, dass das PayPal-Modell in Australien Vorbildcharakter hat, denn ähnliche Tendenzen sind auch auf anderen eBay-Marktplätzen zu erkennen. Selbst in Deutschland hat man eine PayPal-Verpflichtung angekündigt. Diese trifft jedoch nur Verkäufer, die von eBay als potenziell unseriös eingestuft werden

